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Monatsspruch April

Jesus spricht zu Thomas: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! (Johannes 20,29)

Thomas war ein sehr moderner Mensch. Er reagierte auf Ostern so, wie viele Menschen heute auch reagieren: Ich glaube nur, was ich sehe und was ich anfassen kann! – Dass ein Toter wieder lebendig wird – das kann doch einfach nicht sein! Er hat sieben Tage lang geduldig mit seinen Freunden gewartet. Er wollte selber se­hen, selber erfahren, dass es wirklich stimmte, was seine Freunde ihm erzählten.

An die Auferstehung kann man nicht vom Hörensagen glauben. Man muss dem Auferstandenen selbst begegnen. Das ge­schieht heute anders als damals. Unsere Augen werden Jesus tatsächlich nicht so sehen können, wie es Thomas am Ende doch geschenkt wurde. Aber die Begegnung mit dem Auferstandenen ist immer noch möglich. Das einzige, was dazu nötig ist, ist unsere Bereitschaft dazu. Ich kann dann z.B. sa­gen: ‘Jesus, es fällt mir schwer zu glauben, dass es dich gibt und dass du lebendig bist. Aber wenn das wirklich stimmt, dann bitte ich dich: Begegne mir. Zeige dich mir, so wie du dich Thomas gezeigt hast.’

Er wird es vielleicht nicht in der nächsten Sekunde tun, sondern mei­ne Geduld etwas strapazieren.
Es wird vielleicht nicht eine Erkennt­nis sein, die mich von jetzt auf gleich trifft, sondern ein Prozess mit vielen Schritten, in dem ich begreife, dass Jesus lebt. Ich bin überzeugt: Es lohnt sich, das Wagnis einzugehen, um Jesus Christus zu begegnen. Er ist bis heute lebendig erfahrbar – auch wenn wir das Wunder der Auferstehung mit unserem Verstand nie wirklich werden erfassen können.

Frohe und gesegnete Ostern!

Eure Pastorin Irene Kraft