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Monatsspruch März

Da weinte Jesus. 

Dieser ungewöhnliche, sehr kurzer Monatsspruch soll uns durch den Monat März begleiten: „Da weinte Jesus.“ (Joh. 11,35)

Etwas, das Jesus auszeichnete, war sein Mitgefühl und dass er sich nicht scheute, Gefühle zu zeigen. In Johannes 11 beweint er den Tod seines Freundes Lazarus. Maria und Martha, die Schwestern des Toten, machen Jesus Vorwürfe. Er ist zu spät gekommen, um seinen kranken Freund zu retten. Das macht Jesus nicht nur traurig, sondern auch zornig. Denn wer im Glauben an Gott gestorben ist, der ist gerettet, sagt er. Und doch ruft er dann seinen Freund aus dem Tod zurück ins Leben. Welch ein Glück für Martha und Maria. Viele, die es mitbekommen, kommen zum Glauben an Jesus. Doch einige schwärzen ihn für seine Tat bei der jüdischen Obrigkeit an. Daraufhin wird dort beschlossen, dass man Jesus loswerden will und er sterben muss.

So vieles in unserer Welt und in unserem Leben ist zum Heulen. Warum hilft Gott an so vielen Stellen scheinbar nicht, obwohl er es doch könnte? Alle Antworten auf diese Frage bleiben vorläufig. Aber zwei Dinge geben uns Kraft:

1. Jesus weint mit; Gott weint mit! Leid und Unrecht sind ihm nicht egal. Er hat selber Leid und Unrecht getragen. 

2. Gottes Wirklichkeit ist größer als die, die wir sehen. Wir glauben, dass nach dem Tod auf uns ein Leben bei Gott ohne Leid und Tränen wartet. Wir glauben, dass er einmal Gerechtigkeit für alle schaffen wird.

Solange aber so vieles auf dieser Welt zum Heulen ist, dürfen wir uns bei Jesus ausweinen. Und wir können uns von ihm ermutigen lassen, Mitgefühl mit anderen zu haben und zu leben. 

 

Eure Pastorin Irene Kraft